WERKGRUPPE 1 ist neu in Leipzig. Wir suchen einen Job, eine Bleibe und Kontakt. Wir starten eine Standort-Recherche um herauszufinden, ob wir vorübergehend oder längerfristig in Leipzig bleiben wollen. Welche Faktoren spielen eine Rolle? You can´t have a hot job, a hot lover and a hot apartment all in the same city. Das Interesse an der Stadt ist echt: 7 Jahre Hildesheim sind genug, eine neue Stadt muss her. So weit das Leben. Was für Stück wird daraus?
Das Textmaterial für LEIPZIG FÜR ANFÄNGER stammt aus Interviews mit ExpertInnen für das Bleiben, Weggehen und Ankommen. In den ersten zwei Wochen streifte die Gruppe durch die Stadt und befragte jeden, der wollte, zu den Utopien und Lieblingsorten der LeipzigerInnen. Dabei war die Begegnung mit den Damen vom Leipziger Strickcafe im Stadtteil Reudnitz entscheidend: sie strickten uns die Kostüme für das Stück auf den Leib und verwandelten uns in die Leipziger Stadtmusikanten:
Ein Hund, ein Esel, eine Katze. Der Hahn ist schon tot. Diese Goldgräber von heute versuchen es als Künstler bei Porsche, als Straßenmusikanten und Utopieverkäufer in der Fußgängerzone. Sie treffen auf den Leipziger Bürgerchor, der vom unterschiedlichen Leben in der Stadt erzählt. LEIPZIG FÜR ANFÄNGER ist ein Abend für und mit Immigranten, Emigranten und Permigranten.

Premiere 14. November 2008, LOFFT Leipzig
weitere Spielorte Theaterhaus Hildesheim, LOT Braunschweig
Bürgerchor: Benno Hörold, Katrin Füchsel, Annette Ißmer, Paul Kumpfe, Katrin Löhr, Hendrik Swoboda, Philipp Turinski
Regie Miriam Tscholl
Bühne/Kostüm+Produktion Judith Kästner
Assistenz Anja Heinicke
Presseauszüge
„ Die Hildesheimer
WERKGRUPPEE 1 hat aus der ostdeutschen Metropole eine soziologische
Komödie mitgebracht, eine Art ironische, innerdeutsche
Migrationsstudie der erfrischenden Art. Die Grundsituation ist
vertraut: Drei mehr oder weniger junge Menschen siedeln nach beendetem
Studium in eine neue Stadt um und hoffen dort, den Idealfall
vorzufinden: „Einen heißen Lover, eine heiße Wohnung
und einen heißen Job.“ Eine Utopie, die sich natürlich
schwer umsetzen lässt. Die famosen Schauspieler Thorsten Bihegue,
Verena Ries und Dorle Trachternach betreten staunend, irritiert und
hoffnungsvoll das neue Territorium, schließen sich
Stadtführungen an und machen auch sonst einige Erkundungen, die
das Stück semidokumentarisch protokolliert. (...) Und doch: Die
tragkomischen Integrationsversuche der tierischen Musikanten bieten
nicht albern-absurdes Theater, sondern verdichten sich immer wieder zu
einer nachdenklichen, manchmal geradezu bitteren Reflexion über
das Ost-West-Verhältnis, über Ruhe- und Heimatlosigkeit und
die Zukunftsängste einer ganzen Generation.“
Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 10.12.2008
„Was ab sofort folgt, ist
nicht mehr oder weniger als eine kleine, ziemlich amüsante und
clevere Eulenspiegelei: Das Porträt der Künstler als
Rundstricktiere. Und das Porträt einer Stadt, aus deren scheinbar
naiver Sicht. Klar, die Welt passt schon lange nicht mehr wirklich auf
die Bühne. Aber wie treffend auf dieser in „Leipzig für
Anfänger“ die Titel gebende Stadt ausgebreitet wird, ist
schon imponierend. Pappen, Kartons, Decken, eine Matratze. Ein paar
projizierte Stadtansichten. Fertig. Leipzig passt ins Lofft. Und alles,
was die Stadt so hergibt. Kultur und Geschäft, Realität und
Klischee. Von Bach bis BMW.“
Leipziger Volkszeitung, 17.11.2008
„Ein Märchen, eine
Neuauflage der Bremer Stadtmusikanten? Weit gefehlt. Eher ein
spannendes Stadterkundungsprojekt. (...) Leider machen sich Esel, Hund
und Katze bald wieder auf zu neuen Ufern. (...) Fazit: Leipzig von
außen und innen betrachtet - ein unterhaltsamer Spiegel der uns
Leipzigern da vorgehalten wird.
Heike Friedrich in: Kulturtipp des Monats „Selbstgebaute Utopien“ Prinz Mai 2009
„Ein Märchen, eine Neuauflage der Bremer Stadtmusikanten? Weit gefehlt. Eher ein spannendes Stadterkundungsprojekt. (...) Leider machen sich Esel, Hund und Katze bald wieder auf zu neuen Ufern. (...) Fazit: Leipzig von außen und innen betrachtet - ein unterhaltsamer Spiegel der uns Leipzigern da vorgehalten wird. (Heike Friedrich in: Kulturtipp des Monats „Selbstgebaute Utopien“ Prinz Mai 2009)
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Fonds Darstellende Künste






