"Ich hab's langsam satt dass Leute kommen und sagen das ist Gangsta Rap und in den Texten immer nur Ich deine Mutter Du Hurensohn Komm nicht in meine Gegend! Was ist das eigentlich? Das ist einfach nur Kinderkacke, oder?" sagt Vedat aus Linden. Wo hört Kinderkacke auf und das Leben von Hannoveraner Jugendlichen an? Was macht an Filmen wie Scarface Spaß und was unterscheidet einen Möchtegern-Gangsta von einem echten Gangsta? Und ist eine schwarze Alpha-Jacke tragen kriminell oder einfach nur lässig? Hannoveraner Jugendliche haben drei Monate lang den Mythos vom Gangsta untersucht, haben Rapsongs und Texte entwickelt und aus ihrem Leben erzählt. Auf der Bühne suchen sie nun nach der eigenen Moral und nach der Grenze zwischen Spaß und Ernst in ihrem Umgang mit gewaltorientierten und klischeehaften Medien. Entstanden ist ein Theaterstück über das eiskalte Leben - in Linden und im Rap.
Zeitschrift zum Projekt:
Beteiligte:
Melanie Cardinier, Romi Dela Cruz, Davud Dikbiyik, Yawo Dokoe, Stephan
Dubinsky, Thorben Frädermann, Paul Gehrmann, Bart Haupt,
André Hipperling, Danny Hipperling, Roger Hipperling, Wassim
Huslim, Modou, Ado Sen, Anita Suski, Mariam Tarraf, Ali Toifigmanesh,
Ewgeniy Ussach, Stivo Wegener, Lars Wendt, Vedat Yamalak
Bühne: Nicola Schmid
Kostüm: Alexandra Faruga
Musikalische Leitung: Felix Reisel
Video: Hanna Lehmann
Dramaturgie: Dorle Trachternach
Produktionsleitung: Judith Kästner
Projektleitung: Barbara Kantel
Spieltermine
Premiere am 24. April 2009, weitere Aufführungen im April und
Mai
2009 im Ballhof 2 des Niedersächsischen Staatstheaters
Hannover
Presseauszüge
Eine Gruppe Jugendlicher steht im Halbdunkel. Finster blicken sie unter
den großen Kapuzen ihrer schwarzen Jacken hervor. Sie wirken
gefährlich. Doch sind sie – echte Gangstas? Das ist
die
zentrale Frage, die das Stück „How to become a
Gangsta“ zu beantworten versucht. (...) Bei der Raprevue geht
es
um das Opfer Victor, gespielt von Yawo Dokoe, das sich nach und nach
zum Gangsta-Boss entwickelt. Seine Verwandlung stellen die Jugendlichen
in 4 Minuten und einer Sekunde dar. So lange dauert auch der alte Song
„Gangstas Paradise“ von Coolio, der
währenddessen zu
hören ist. (...) Zwischen den Spielszenen gibt es immer wieder
Reflexionsmomente, in denen die Jugendlichen erzählen, was sie
auf
der Straße erlebt und gelernt haben. Einer erklärt
den
typischen Soziolekt so: „Es ist einfacher, den Slang zu
beherrschen als die gehobene Sprache. Wenn man beides kann, ist das
gut.“ Das Stück ist der theatralische Versuch, den
Zusammenhang zwischen Straßenleben und Rap zu
erklären.
Dafür gab es viel Beifall.“ (aus: Eiskaltes Leben,
HAZ vom
28.4.09)
Gefördert durch
Klosterkammer Hannover, in Kooperation mit dem Staatsschauspiel
Hannover, in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Jugend und Familie der
Stadt Hannover und den Jugendzentren Posthornstraße und Bunker













