How to become a Gangsta in 4:01'
 
"Ich hab's langsam satt dass Leute kommen und sagen das ist Gangsta Rap und in den Texten immer nur Ich deine Mutter Du Hurensohn Komm nicht in meine Gegend! Was ist das eigentlich? Das ist einfach nur Kinderkacke, oder?" sagt Vedat aus Linden. Wo hört Kinderkacke auf und das Leben von Hannoveraner Jugendlichen an? Was macht an Filmen wie Scarface Spaß und was unterscheidet einen Möchtegern-Gangsta von einem echten Gangsta? Und ist eine schwarze Alpha-Jacke tragen kriminell oder einfach nur lässig? Hannoveraner Jugendliche haben drei Monate lang den Mythos vom Gangsta untersucht, haben Rapsongs und Texte entwickelt und aus ihrem Leben erzählt. Auf der Bühne suchen sie nun nach der eigenen Moral und nach der Grenze zwischen Spaß und Ernst in ihrem Umgang mit   gewaltorientierten und klischeehaften Medien. Entstanden ist ein Theaterstück über das eiskalte Leben - in Linden und im Rap.

Hannover 2009 Hannover 2009 Hannover 2009 

Zeitschrift zum Projekt:

50 Gramm #1 Pdf  download (1,1 mb)

50 Gramm #2 Pdf  download (516 kb)

50 Gramm #3 Pdf  download (1,8 mb)

50 Gramm #4 Pdf  download (948 kb)

50 Gramm #5 Pdf  download (2,8 mb)

Beteiligte:
Melanie Cardinier, Romi Dela Cruz, Davud Dikbiyik, Yawo Dokoe, Stephan Dubinsky, Thorben Frädermann, Paul Gehrmann, Bart Haupt, André Hipperling, Danny Hipperling, Roger Hipperling, Wassim Huslim, Modou, Ado Sen, Anita Suski, Mariam Tarraf, Ali Toifigmanesh, Ewgeniy Ussach, Stivo Wegener, Lars Wendt, Vedat Yamalak

Regie: Miriam Tscholl
Bühne: Nicola Schmid
Kostüm: Alexandra Faruga
Musikalische Leitung: Felix Reisel
Video: Hanna Lehmann
Dramaturgie:  Dorle Trachternach
Produktionsleitung: Judith Kästner
Projektleitung: Barbara Kantel


Spieltermine
Premiere am 24. April 2009, weitere Aufführungen im April und Mai 2009 im Ballhof 2 des Niedersächsischen Staatstheaters Hannover

Presseauszüge

Eine Gruppe Jugendlicher steht im Halbdunkel. Finster blicken sie unter den großen Kapuzen ihrer schwarzen Jacken hervor. Sie wirken gefährlich. Doch sind sie – echte Gangstas? Das ist die zentrale Frage, die das Stück „How to become a Gangsta“ zu beantworten versucht. (...) Bei der Raprevue geht es um das Opfer Victor, gespielt von Yawo Dokoe, das sich nach und nach zum Gangsta-Boss entwickelt. Seine Verwandlung stellen die Jugendlichen in 4 Minuten und einer Sekunde dar. So lange dauert auch der alte Song „Gangstas Paradise“ von Coolio, der währenddessen zu hören ist. (...) Zwischen den Spielszenen gibt es immer wieder Reflexionsmomente, in denen die Jugendlichen erzählen, was sie auf der Straße erlebt und gelernt haben. Einer erklärt den typischen Soziolekt so: „Es ist einfacher, den Slang zu beherrschen als die gehobene Sprache. Wenn man beides kann, ist das gut.“ Das Stück ist der theatralische Versuch, den Zusammenhang zwischen Straßenleben und Rap zu erklären. Dafür gab es viel Beifall.“ (aus: Eiskaltes Leben, HAZ vom 28.4.09)

Gefördert durch
Klosterkammer Hannover, in Kooperation mit dem Staatsschauspiel Hannover, in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Jugend und Familie der Stadt Hannover und den Jugendzentren Posthornstraße und Bunker